Spaghetti aglio e olio mit Spinat

Endlich ist es soweit, hier gibt es das erste Rezept nach dem Blog-Neustart. Infos zum neuen Konzept findet ihr hier und zum Thema Beikost in diesem Artikel.

Spaghetti aglio e olio kannte ich lange Zeit gar nicht. Dann hab ich es bei Freunden gegessen (die gerade ihr Baby bekommen hatten und anstatt etwas zu essen mitzubringen wie es sich gehört, habe ich mich tatsächlich bekochen lassen, Schande über mich!), bestehend aus Spaghetti, gewürztem Knoblauchöl und Käse. Ich fand es unglaublich lecker, aber auch etwas zu ungesund und nährstoffarm. Daher habe ich eine Variante kreiert, die immer noch superlecker ist und ziemlich schnell zubereitet (ca. 30 min), aber mir deutlich gesünder vorkommt.

Wir haben vor ca. 1,5 Jahren (noch während meiner Schwangerschaft) auf überwiegend Vollkornprodukte umgestellt, also bereiten wir das Gericht mit Vollkorn-Spaghetti zu. Kurz vorm Ende der Garzeit kommen einige Hände voll frischer Spinat (oder auch tiefgekühlt) direkt mit ins Nudelwasser. Das ist eine wunderbare Art mehr grünes Blattgemüse in den Alltag zu integrieren. Dieser Tipp stammt übrigens aus dem spannenden Buch (mit leider arg reißerischem Titel) „How not to die“ von Michael Greger, der unter anderem ausführlich auf die gesundheitlichen Vorteile dieses Gemüses eingeht. Das Knoblauchöl kann man aus frisch gepressten Knoblauchzehen, Öl und Gewürzen leicht selbst herstellen, gern auch schon am Abend vorher, damit es richtig durchziehen kann. Knoblauch ist etwas Wunderbares!

Außerdem habe ich geröstete Pinienkerne hinzugefügt, die geben ein tolles Aroma und sorgen für mehr Biss im Essen. Sehr lecker schmeckt das Gericht mit etwas Cashew Parmesan als Topping oder in einer nicht veganen Variante mit geriebenem Käse. Den Cashew Parmesan habe ich aus nur drei Zutaten nach diesem Rezept selbstgemacht, man braucht dazu jedoch einen guten Mixer. Er hält sich in einem verschlossenen Glas mindestens eine Woche im Kühlschrank und kann vielfältig eingesetzt werden.

Fürs Baby gab es Spirelli (Spaghetti sind ein ziemlich schwieriges finger food für den Anfang) mit Spinat und Knoblauchöl, außerdem einen Hülsenfrüchte-Bratling (die haben wir gerade auf Vorrat eingefroren) und ein paar Stücke Pfirsich mit Erdnussbutter. Nudeln stoßen hier eigentlich immer auf Begeisterung und auch der blanchierte Blattspinat wird nicht verschmäht. Der Bratling soll neben den Vollkornnudeln die Eisen- und Proteinversorgung sicherstellen und besteht zu gleichen Teilen aus Haferflocken, gekochten Erbsen und Kidneybohnen (aus der Dose). Dazu kam etwas gehackte Zwiebel und Kreuzkümmel, alle Zutaten wurden gut miteinander vermengt, z.T. püriert, und schließlich die geformten Bratlinge in Öl ausgebacken.

Zutaten (für zwei ziemlich große und eine Babyportion):

  • 250 g Vollkornspaghetti + eine Handvoll Spirelli/Penne fürs Baby
  • 200g frischer Spinat (oder tiefgekühlter Blattspinat)
  • 50 g Pinienkerne
  • 4 EL Rapsöl
  • ca. 4 – 5 Knoblauchzehen (oder mehr :))
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Nudeln in leicht gesalzenem Wasser bis zur gewünschten Konsistenz kochen, kurz vor Ende der Garzeit den Spinat hinzufügen. Ist dieser ausreichend zusammengefallen/aufgetaut, das Kochwasser abgießen.
  2. In der Zwischenzeit (oder bereits einige Zeit im Voraus) das Öl mit den gepressten Knoblauchzehen vermischen, ein klein wenig davon über den Nudeln fürs Baby verteilen, danach die restliche Mischung mit reichlich Salz und Pfeffer würzen.
  3. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett braun anrösten.
  4. Die Nudeln mit dem Knoblauchöl und den Pinienkernen vermengen und ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  5. Mit Cashew Parmesan oder geriebenem Käse bestreuen und genießen.

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